Das Beethoven Tanzjahr

Im Schuljahr 2019/20 beteiligt sich „Bad Honnef tanzt“ mit einem Großprojekt an den Beethoven Jubiläumsfeierlichkeiten in Bonn und im Rhein-Sieg Kreis.

Unter der künstlerischen Leitung von Anna-Lu Masch und Co-Choreograf Tom Langen wird zwischen Januar und Mai 2020 ein abendfüllendes Bühnenprogramm mit 140 Schüler*innen zwischen sieben und 17 Jahren aus Bad Honnef und Umgebung, sowie dem Zille Quartett aus Berlin, dem Bremer Komponisten Björn Jentsch und sechs bis acht Profitänzer*innen erarbeitet. Das besondere Projekt beinhaltet professionelle Tanz- und Musikkunst und stellt zusätzlich eine Verbindung zur kulturellen Bildung her. Die Schüler*innen aus sechs Schulen unterschiedlicher Schulformen arbeiten auf Augenhöhe mit den Profitänzer*innen zusammen.

Ziel ist die Vernetzung und Zusammenführung von Kindern und Jugendlichen mit erwachsenen und ausgebildeten Tänzer*innen und Musiker*innen. Im Mittelpunkt der gemeinsamen inhaltlichen Auseinandersetzung steht Beethovens Streichquartett Nr. 7 in F, Opus 59/1.

Beethovens Werk wird in der klassischen Fassung von dem Streichquartett live gespielt und von dem gemischten Tanzensemble vertanzt. Außerdem entwickelt der Komponist Björn Jentsch gemeinsam mit den Schüler*innen eine neue Interpretation als moderne Fassung des Stückes.

Das Thema „Klassik-Moderne“ wird auch in den Tanzstilen gespiegelt. So bekommen die Schüler*innen über den Zeitraum von fünf Monaten Grundlagen in zeitgenössischer und moderner Tanzkunst, sowie Eindrücke aus urbanen Tanzstilen wie Hip-Hop und Breakdance vermittelt.

Das Tanzen in der Schule fördert die Selbstkompetenz der Schüler*innen, das Gefühl für den eigenen Körper, Fitness, Musikalität und Koordination, aber auch die Kreativität, Selbstverantwortung, Persönlichkeitsbildung und Integration. Es stehen besonders Übungen im Mittelpunkt, die das Gruppengefüge verbessern oder die Kommunikation untereinander fördern. Die Teilnehmer*innen lernen aus ihrer eigenen Kreativität heraus Ideen zu schöpfen und umzusetzen. Der Effekt des gemeinsamen kreativen Schaffensprozesses geht weit über den Projektrahmen hinaus. Erfahrungsgemäß entwickelt sich ein veränderter Umgang untereinander und ein verbessertes Arbeitsklima zeigt sich auch in anderen Unterrichtsfächern.